St.Moritz Art Film Festival zeichnet «Desire Lines» und «Silvesterchlausen» mit Hauptpreis aus

50 Filme, 22 Premieren und internationale Kunst- und Filmgrössen in St. Moritz

Das St.Moritz Art Film Festival (SMAFF) zeichnet «Desire Lines» von Tommy Malekoff und «Silvesterchlausen» von Andrew Norman Wilson gemeinsam mit dem Preis für Best Art Film aus. Der Spezialpreis der Jury (Love at First Sight Award) geht an «Spoken Movement Family Honour» von Daniel Gurton. Zusätzlich erhält «Recife tem um coração» von Rodrigo Sena eine besondere Erwähnung der Jury. Unter dem Thema «If Music» zeigt das Festival im Rahmen seiner fünften Ausgabe vom 20. bis 23. August 50 Filme aus 25 Ländern – darunter sieben Welt-, vier Europa- und elf Schweizer Premieren. Zu den Gästen der Jubiläumsausgabe zählen unter anderem Peter Greenaway, Mengyun Han, Diego Marcon und Rusty Egan.

Palmarès 2026

Best Art Film
Der Preis für Best Art Film geht in diesem Jahr gemeinsam an Tommy Malekoff für «Desire Lines» und Andrew Norman Wilson für «Silvesterchlausen». Beide Filme setzen sich mit historischen und menschlichen Ursprüngen auseinander, nähern sich ihnen jedoch aus entgegengesetzten Richtungen. «Desire Lines» verwandelt den amerikanischen Parkplatz durch Rhythmus und präzise Beobachtung in einen unerwartet lebendigen Ort, während «Silvesterchlausen» ein archaisches Schweizer Ritual in seiner materiellen und körperlichen Präsenz sowie seiner dunklen, unbewussten Dimension erfahrbar macht. «Für ihre eigenständigen visuellen Sprachen, ihren Humor und ihre Intelligenz sowie ihre aussergewöhnliche Sensibilität für Rhythmus, Ort und kollektives Verhalten zeichnen wir beide Filme gemeinsam aus», so die Jury. 

Love at First Sight Award
Mit dem Love at First Sight Award wird Daniel Gurton für «Spoken Movement Family Honour» ausgezeichnet. Mit präzisen Performances und emotionaler Intensität verwandelt der Film eine familiäre Konfrontation in eine ausdrucksstarke filmische Komposition. «Für seine emotionale Unmittelbarkeit, seine eindringlichen Performances und seine Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit vom ersten Moment an zu fesseln, zeichnen wir ‹Spoken Movement Family Honour› aus», so die Jury.

Die Trophäe für beide Auszeichnungen ist ein Kunstwerk des renommierten Schweizer Künstlers Not Vital. Es trägt den Namen «Buatscha» – rätoromanisch für «Kuhfladen» – und ist der Natur des Engadins entliehen: jener Landschaft, die so viele Kreative inspiriert und beflügelt hat. «Buatscha» steht für künstlerische Freiheit, Unabhängigkeit des Denkens und den eigenständigen Charakter des St.Moritz Art Film Festivals – ein Kunstwerk, das nicht trotz, sondern wegen seiner Eigensinnigkeit begeistert.

Besondere Erwähnung
Eine besondere Erwähnung erhält Rodrigo Sena für «Recife tem um coração». Im Zentrum steht der charismatische Brega-Musiker Silvio Silva, dessen Livestream-Kampagne für einen neuen Lautsprecher zum lebendigen Porträt künstlerischer Beharrlichkeit wird. «Für seinen einfühlsamen Blick auf eine generationenübergreifende Gemeinschaft und die Würdigung populärer Kultur als lebendigen kollektiven Ausdruck erhält ‹Recife tem um coração› eine besondere Erwähnung», so die Jury.

Fünfte Ausgabe des SMAFF
«Die Filme nähern sich dem Thema ‹If Music› auf sehr unterschiedliche und oft unerwartete Weise. Sie eröffnen verschiedene Perspektiven und zeigen, was Musik sein kann und welche Möglichkeiten in ihr liegen, von Stimme und Politik bis hin zu Raum und Resonanz», sagt Stefano Rabolli Pansera, Artistic Director des SMAFF. «Wir sind sehr dankbar dafür, wie viele Menschen diese fünfte Ausgabe mit uns erlebt haben. Viele Vorstellungen waren ausverkauft, und erstmals konnten wir unser Publikum an zwei Spielorten begrüssen», ergänzt Diana Segantini, Managing Director des SMAFF. «Die hohe Qualität dieser Jubiläumsausgabe bestätigt den Weg, den wir mit dem Festival eingeschlagen haben. In fünf Jahren hat sich das SMAFF kontinuierlich weiterentwickelt, und wir freuen uns darauf, diesen Weg mit der sechsten Ausgabe fortzusetzen», sagt Martin Hatebur, Präsident des SMAFF.

SMAFF 2026 in Zahlen

  • 5. Ausgabe
  • 4 Festivaltage, 20.–23. August 2026
  • 50 Filme
  • 25 Länder
  • 20 Filme im Wettbewerb
  • 22 Premieren
  • 7 Weltpremieren
  • 4 Europapremieren
  • 11 Schweizer Premieren
  • 2 Spielorte: Dracula’s Ghost Riders Club und Cinema Scala

Über das St.Moritz Art Film Festival (SMAFF)

Das St.Moritz Art Film Festival (SMAFF) bringt internationales Avantgarde-Kino und Videokunst vor die alpine Kulisse des Oberengadins und findet 2026 bereits zum fünften Mal statt. Geleitet wird das SMAFF von Präsident Martin Hatebur, Artistic Director Stefano Rabolli Pansera und Managing Director Diana Segantini. Unterstützt werden sie vom Curatorial Council, der sich aus Adam Szymczyk, Direktor des S AM Schweizerisches Architekturmuseum Basel, Leonardo Bigazzi, Kurator der Fondazione In Between Art Film und von Lo Schermo dell’Arte in Florenz, sowie der Kuratorin und Architektin Paula Nascimento, Co-Kuratorin der 17. Sharjah Biennale, zusammensetzt. Gemeinsam mit Artistic Director Stefano Rabolli Pansera wählt das Gremium das Festivalprogramm aus. Ausserdem steht ihnen ein internationales Advisory Board zur Seite, dem unter anderem Tilda Swinton, John Waters, Pipilotti Rist, Anthony McCarten und Sam Keller angehören. Zur Jury der diesjährigen Ausgabe zählen der Kurator und Sammler Désiré Feuerle, die Schweizer Kulturjournalistin Ewa Hess sowie Skarlet Smatana, Direktorin der George Economou Collection.

«Buatscha»: Trophäe, gestaltet von Not Vital © Gian-Nicola Bass

Press releases in partnership with cChic News and cChic Magazine


Press releases Cinema

See All