Seit dem 14. September 2026 ist die Kinderwunschklinik Cada mit einer eigenen Praxis in Luzern vertreten. Zentral gelegen an der Kapellgasse 19 in der Altstadt finden Erstberatungen, Diagnostik und die Kontrolltermine während einer laufenden Behandlung statt. Patientinnen aus der Zentralschweiz müssen damit für einen grossen Teil ihrer Behandlung nicht mehr nach Zürich fahren.
Die Geburtenrate in der Schweiz liegt mit 1,28 Kindern pro Frau auf einem historischen Tiefstand, und die Familienplanung verschiebt sich immer weiter nach hinten. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach IVF/ICSI-Kinderwunschbehandlungen und Social Freezing, dem sogenannten Einfrieren von Eizellen, deutlich.
In der Zentralschweiz leben rund 850'000 Menschen. Mit der neuen Praxis erweitert Cada das reproduktionsmedizinische Angebot in der Region und schafft zusätzliche Kapazität für Beratung und Abklärung. Schon heute kommen regelmässig Patientinnen aus Luzern, Zug und der Innerschweiz für eine Behandlung zu Cada nach Zürich. Für sie verkürzen sich die Wege nun deutlich, und wer sich neu beraten lassen möchte, findet kurzfristig einen Termin.
Wohnortnahe Betreuung
Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Standorten folgt einem einfachen Prinzip. Alles, was wohnortnah stattfinden kann, findet in Luzern statt.
In Luzern werden kostenfreie Erstberatungen für Frauen und Paare, Fruchtbarkeitsabklärungen mit Ultraschall und Blutentnahme, Befundbesprechungen und Aufklärungsgespräche angeboten. Ebenfalls in Luzern erfolgen der Stimulationsstart und die Kontrolltermine während einer laufenden IVF- oder Social-Freezing-Behandlung. Es sind gerade diese Kontrolltermine, die den Unterschied im Alltag machen. Während der rund zehn- bis zwölftägigen Hormonstimulation sind mehrere Ultraschall- und Blutkontrollen nötig, üblicherweise an Tag 5, 7, 10 und bei Bedarf Tag 12. Für eine Patientin aus der Innerschweiz bedeutete das bisher vier Fahrten nach Zürich innerhalb von zwei Wochen, meist am frühen Morgen.
Spezialisierte Eingriffe in Zürich
Die Eizellentnahme und der Embryotransfer finden weiterhin in der Cada Klinik an der Bellerivestrasse statt, wo das eigene IVF-Labor, die Kryolagerung und die Operationssäle sind.
«Während einer Stimulation kommen Patientinnen innerhalb von zwei Wochen mehrmals zur Kontrolle, in der Regel früh am Morgen», sagt Dr. med. Cristina Nastasia, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe bei Cada und ärztliche Leitung des Luzerner Standorts. «Aus Luzern oder Zug bedeutete das jedes Mal eine Fahrt nach Zürich, oft vor der Arbeit. Genau diese Termine finden nun vor Ort statt. Das klingt nach einem organisatorischen Detail, macht im Alltag einer Behandlung aber einen grossen Unterschied.»
Zusammenarbeit mit den Praxen der Region
Cada sucht die enge Zusammenarbeit mit den Gynäkologinnen und Gynäkologen der Zentralschweiz. Das Modell: Die niedergelassene Praxis bleibt der Ansprechpartner für die gynäkologische Grundversorgung, Cada übernimmt den reproduktionsmedizinischen Teil und bleibt mit dem zuständigen Gynäkologen auch während der Behandlung in engem Austausch. Über ein digitales Partnerportal können zuweisende Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen direkt anmelden, den Behandlungsstand einsehen und in die Betreuung eingebunden bleiben.
Infoabend zum Auftakt
Zum Start lädt Cada zu einem kostenfreien Informationsabend zum Thema Social Freezing ein. Dr. med. Cristina Nastasia spricht unter dem Titel «Mythen & Fakten zur weiblichen Fruchtbarkeit» über die Frage, ab wann die Fruchtbarkeit tatsächlich abnimmt, für wen das Einfrieren von Eizellen infrage kommt und wie Ablauf und Kosten aussehen. Im Anschluss gibt es eine Fragerunde und einen Apéro.
Informationen zum Infoabend
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